28 Dez

Mein Jahresrückblick – Willkommen 2019

Ich bin eigentlich kein Rückblickschreiber, aber solch turbulente Jahre wie das letzte mit einigen Wendungen haben mal einen verdient.

Begonnen hat 2018 wie es aufhörte. Meine Hauptbeschäftigung war das Coaching im Rahmen von „Fit mit Kind“ und ein rumprobieren, wie ich Mama-sucht-Arbeit Unternehmen vorstellen kann. Da das Coaching allerdings meine überwiegenden Zeit- und mentalen Ressourcen verschlungen hat, blieb nicht mehr viel Kraft für den Rest. Mir lagen meine Teilnehmerinnen sehr am Herzen, aber ich konnte nicht so helfen wie ich wollte, da es einerseits bestimmte Eingrenzungen seitens der offiziellen Stellen gab und andererseits ich nicht ewig Energie hineinstecken kann, die zudem nicht gut und auch teils unbezahlt war. Ich könnte hier Geschichten erzählen, da würdet ihr die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und euch WTF fragen, aber das soll ja kein Jammerrückblick werden.
Mit der positiven Brille auf kann ich berichten, dass von 11 Teilnehmer_innen fünf in Jobs vermittelt wurden, zwei wagten den Schritt in die Selbständigkeit und eine weitere Teilnehmerin konnte im vergangenen Herbst im Rahmen einer meiner Projekte noch vermitteln. So gesehen eine richtig gute Bilanz.
Letztendlich wurde dann doch durch verschiedene Umstände das Coaching Mitte des Jahres eingestellt und ich kann euch sagen, ich war froh drum. Es war danach zwar eine finanzielle Lücke da, aber leere Räume füllen sich bekanntlicherweise wieder von selbst.

Wichtig ist, dass die Lücken sich allerdings sinnvoll füllen und vor allem ich nicht wieder in ein nächstes Projekt rutsche, das mich aufarbeitet und nicht genug dabei rausschaut.
So habe ich mir letztes Jahr an Pfingsten selbst versprochen, dass ich nicht mehr umsonst arbeite und Projekte beispielsweise rein auf Provisionsbasis annehme. Das Problem hierbei ist, dass ich Stellen ausschreibe, Gespräche mit Bewerbern führe etc.  und im Worst Case mein Auftraggeber über jemanden anderes einstellt oder ihm doch einfällt, dass er keinen Mitarbeiter benötigt. So steckt mindestens eine Woche Arbeit drin für nichts. Das können große Unternehmen machen, die vielleicht den Praktikanten beschäftigen wollen, jedoch nicht eine kleine Beratungsagentur, die qualitativ hochwertig arbeiten möchte und davon Leben muss also Miete, Krankenversicherung, Rente, Kindergarten uvm zahlen muss.

Wie schaffe ich also Verbindlichkeit? Ich habe mich getraut eine Auftragsgebühr einzuführen. Das heißt, ein Anteil des Honorars wird bei Auftragerteilung fällig. So wird zwar die Akquise nicht leichter, weil es ja von Beginn an was kostet, ich weiß allerdings, das mein Auftraggeber wirklich mit mir zusammenarbeiten möchte und nicht irgendwie umsonst mal anfragen will. Ich kann ja auch nicht unverbindlich Stellen ausschreiben, da kommt man sich als Bewerber_in auch veräppelt vor.
Also ich habe somit zum Juli meine Konditionen neu gestaltet und es hat funktionniert!
Seitdem habe ich mich voll auf Projekte und die Arbeit mit der Datenbank konzentriert. Durch die neue Auftragsgebühr hat der Prozess stark an Qualität gewonnen und durfte wirklich beraten bzw. endlich konnte ich so arbeiten, wie ich es für richtig halte. Was nicht heißt, dass ich nicht weiterhin ständig alles verbessere und nicht aus jedem Projekt etwas lerne.
Meine Ergebnisse dieses halben Jahres können sich auch wirklich sehen lassen.
Zwei Vermittlungen aus der Datenbank, wo beide Mütter sich sowohl finanziell als auch hinsichtlich der Wochenarbeitszeit verbessert haben. Die Anfragen für die Datenbank nahmen auch von Unternehmensseite zu. Derzeit ist noch eine Anfrage offen – drücken wir die Daumen.
Durch die stete Kommunikation und meine Vernetzung mit Bewerber_innen u.a. über die sozialen Netzwerke hatte ich eine 100%ige Besetzungsquote bei den Rekrutierungsprojekten. Teils kamen innerhalb einer Stunde nach der Ausschreibung schon die ersten Bewerbungen.
Insgesamt habe ich im Rahmen von Rekrutierungsprojekten 15 Personen vermittelt. Davon waren 20% Männer, die weniger Stunden arbeiten wollten. Die Gründe dafür, werde ich demnächst in einem Extrabeitrag erläutern.
Interessant war auch, dass über die Hälfte der Bewerber_innen die Stelle gewechselt haben. Der neue Job war somit attraktiver als der vorherige.
Das war auch meist der Grund, weshalb bis zur Besetzung mehr als 4 Wochen vergangen waren. Bewerber_innen konnte ich immer innerhalb von zwei Wochen vorstellen, aber man muss danach schließlich noch die Kündigungsfrist mit einrechnen.

Soviel zu vergangenen Jahr. Im neuen darf es gerne so weiter gehen oder noch ein bisschen mehr werden. Hierzu wird es eine neue Homepage nur für die Rekrutierungsprojekte unter www.astridlehmeyer.de geben. Oftmals haben sich doch die Herren gescheut sich auf Stellen, die bei Mama-sucht-Arbeit veröffentlicht sind, zu bewerben. Die Seite Mama-sucht-Arbeit wird dann ausschließlich für die Datenbank genutzt und das Blogprojekt zur Vorstellung familienbewusster Unternehmen wird weiter ausgebaut. Wichtig ist es mir zukünftig viele positive Beispiele zu bringen um aufzuzeigen, dass sofern man genauer hinsieht auch gute Unternehmen findet.
Zusätzlich gibt es seit ein paar Tagen die Mama-sucht-Arbeit Facebookgruppe. Sie ist speziell an arbeitssuchende Mütter gerichtet zur Unterstützung und Motivation bei der Arbeitssuche. Hier beantworte ich all eure Fragen rundum die Jobsuche und bringe mein Wissen aus dem Coaching ein. Es sind nämlich häufig nur kleine Stellschrauben, die gedreht werden müssen und schon klappts mit dem Job.

Neben Facebook findet ihr mich auch immer häufiger auf Instagram. Hier nehme ich euch mit in meinen Alltag zwischen Arbeit, Kind und dem Versuch mich selbst nicht zu vergessen 😉

Und im Sinne der Work-Life-Balance höre ich nun auf zu schreiben und geh mit dem Hund an die frische Luft. Vielleicht läuft mir die / der ein oder andere über den Weg.
Ich würde mich freuen!

Eure Astrid

 

 

Bild: pixabay.de