18 Jun

Das neue Netzwerk für Businessfrauen und Mütter

Netzwerk

Liebe Businessfrau und Mutter,

als Coach und Rekruiterin durfte ich in den vergangenen Jahren viele tolle und engagierte Frauen kennenlernen und mein Traum war es immer diese Talente miteinander zu vernetzen.

Seit sieben Wochen begleiten mich drei einzigartige Damen in einem Working-Out-Loud Circle (WOL).  Dieser Erfahrungsaustausch, das gegenseitige Unterstützen beim Erreichen der persönlichen Ziele, das Vertrauen beruflich weiterzukommen, ist so bereichernd und inspirierend, so dass mir mein Ziel immer klarer wurde: 

Wir wollen wachsen!

Es ist an der Zeit diesen Kreis zu vergrößern und DU kannst ein Teil unseres Netzwerkes werden.


Wir wollen ein Netzwerk,

  • das DICH im Beruf weiter bringt
  • in dem sich für DICH neue Karrieremöglichkeiten ergeben
  • und finanzielle Chancen eröffnen

Um mehr Ideen zu sammeln und in welchem Rahmen wir das kleiden, treffen wir uns zum Brainstorming am Samstag, den 06.07.2019 um 15.00 Uhr bei Mama-sucht-Arbeit in der Königstr. 33, Fürth.

Also überlege dir mal:

  • Was ist dir wichtig?
  • Was brennt dir auf der Seele?
  • Wo hakt es gerade oder könnte es besser laufen?
  • Wie können wir uns gegenseitig unterstützen?

Lass uns am Samstag 6.7. um 15.00 Uhr darüber sprechen und einen Women-Only-Club ins Leben rufen.

Damit wir besser planen können, melde dich bitte bis zum 03.07. über das unten stehende Formular an.

Falls du eine Kinderbetreuung benötigst, lass es mich wissen, dann können wir gegen einen kleinen Unkostenbeitrag einen Babysitter organisieren, der im Nebenraum mit den Kindern spielt.

Wenn du einen Business Partner oder auch nur jemanden zum Joggen suchst, du Ideen hast, neugierig bist und Frauenpower spüren möchtest, dann komm vorbei – wir freuen uns auf DICH und deine Tatkraft

Herzlichst Astrid mit Monika, Sabina und Susann


Anmeldung zum Netzwerktreffen:

26 Feb

Tausend Gründe für Teilzeitarbeit

Oh, naja, Tausend bekomme ich nicht aufgezählt, aber doch einige. Beginnen wir mit dem naheliegensden Grund: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Familie braucht nun mal Zeit und viele würden nun ganz platt sagen, warum habe ich denn eine Familie, wenn ich keine Zeit für sie habe? Was kostet uns die meiste Zeit des Tages – die Arbeit. Also wird hier reduziert. Meist macht das die Frau, aber auch viele Väter würden gerne in Teilzeit arbeiten. Moderne Paare möchten die Kinderbetreuung gleichberechtigt aufteilen. Hierzu würden sich zwei Arbeitsstellen mit reduzierter Vollzeit (z.B. 80%) anbieten. Neben der Vereinbarkeit gibt es noch weitere Lebensumstände, die die Reduktion von Arbeitszeit erfordern. Die Pflege von Angehörigen beispielsweise. Dabei muss der zu pflegende Angehörige nicht mal mit im Haushalt leben. Wer bereits mit pflegebedürftigen bzw. unterstützungsbedürftigen Menschen zu tun hatte, weiß, dass selbst bei geringem Pflegeaufwand, wie Einkaufen, das Erledigen von Botengängen und sonstigen Unterstützungsaktivitäten, wenn derjenige noch in seinen eigenen vier Wänden wohnt, immens zeitaufwändig ist. Ein weiterer Grund für Teilzeit ist die Altersteilzeit. Ab dem 55. Lebensjahr haben Arbeitnehmer die Möglichkeit in Altersteilzeit zu gehen um einen gleitenden Übergang in die Rente zu gestalten. Die Gründe für Altersteilzeit sind vielfältig. Man möchte vielleicht mit seinem*r Lebenspartner*in mehr Zeit verbringen und reisen oder entdeckt neue Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung. Manch einer möchte auch nur einen gleitenden Übergang in die Rente und schon vorher weniger arbeiten. Das ist auch bereits der nächste Punkt für die Arbeit in Teilzeit. Der Trend zur Erhöhung der Lebensqualität und Selbstverwirklichung nimmt weiter zu. Vielleicht will man neben der Arbeit sich noch mit der Leidenschaft, die einen bereits seit Jahren begleitet, selbständig machen. Das ist auch finanziell nicht mal ungeschickt. Das werde ich jedoch in einem gesonderten Beitrag genauer beleuchten. Ein anderer Grund ist auch einfach die Stressbelastung zu reduzieren. Eine Vollzeitstelle umfassen auf dem Papier 40 Wochenstunden, jedoch ist hier kein Arbeitsweg mit eingerechnet. Bei einer 80% Stelle, beispielsweise der Reduktion auf eine 4-Tage-Woche, spart man zusätzlich an einem Tag den Weg zur Arbeit. Bei einem halbstündigen Arbeitsweg ist das eine Stunde zusätzlich pro Woche. Die Techniker Krankenkasse hat in der Studie „Entspann dich Deutschland“ herausgefunden, dass Teilzeitarbeitnehmer weniger von der Arbeit gestresst sind. Die Arbeitszeit also im direkten Verhältnis zum Stressempfinden steht. Weniger Wochenstunden bedeuten somit weniger Stress. Ist das Stresslevel insgesamt geringer, ist man grundsätzlich leistungsfähiger. So kann bei weniger Arbeitszeit bessere Arbeit geleistet werden. Die Vier-Tage-Woche bei Bike Citizens wird beispielsweise als Vollzeitwoche bezahlt. Anfangs wurde wegen der geringeren Arbeitszeit auch ein niedrigeres Gehalt ausbezahlt. Da allerdings die Umsätze durch die effizientere Arbeitsweise stiegen, liegt das Gehalt mittlerweile wieder auf Vollzeitniveau. Weniger Arbeitszeit muss folglich nicht gleich weniger Gehalt bedeuten. Und selbst, wenn weniger Gehalt übrig bleibt, hat man im Vergleich einen höheren Netto-Stundenlohn. D.h. Man arbeitet zwar 80% bekommt jedoch 83% seines Netto-Gehalts (bei 3000€ Brutto und Lohnsteuerklasse I im Teilzeit-Netto-Rechner berechnet). Es spricht folglich relativ viel für die Arbeit in Teilzeit – mit einer fairen Gestaltung der Teilzeitstelle. Letztendlich kommt es jedoch darauf an, wieviel Zeit Jede*r für die Arbeit aufbringen kann oder möchte. Wichtig ist vielleicht noch, dass es unterschiedliche Arten von Teilzeit gibt. Oftmals hat man eine halbe Stelle also meist 20 Wochenstunden im Kopf, wenn das Gegenüber von Teilzeit spricht. Grob lässt sich Teilzeit in verschiedene Modelle einteilen: Teilzeit Die klassische Teilzeitstelle bewegt sich zwischen 15 und 30 Stunden pro Woche und diese werden entweder in mehrere halbe Tage oder z.B. bei 20 Wochenstunden in 2,5 Tage aufgeteilt. Reduzierte Vollzeit Man geht hierbei von ca. 80% der Vollzeittätigkeit aus, also mehr als 30 Std in der Woche. Meist wird hierbei die Arbeitswoche auf vier Tag verkürzt oder nur an zwei Tagen halbtags gearbeitet. Tandems Im Tandem oder Jobsharing teilen sich zwei Teilzeitkräfte eine Vollzeitstelle oder eine Position, die auch mehr als eine Vollzeitstelle ausfüllen könnte. Auch Unternehmensführungen gibt es bereits im Tandem. Herausforderung ist hierbei die ständige Kommunikation der Tandempartner und eine effiziente Aufteilung der Aufgaben. Teilzeit ist somit nicht Teilzeit und je nach persönlichen Prioritäten überwiegt der Zugewinn an Lebensqualität sowie die Reduktion an Stress im Vergleich zu den Gehaltseinbußen. Wie man mit geschickter Planung und Teilzeitarbeit trotzdem den Lebensstandard im Vergleich zu einer Vollzeitstelle halten kann – im nächsten Beitrag.
12 Feb

Wir müssen mal über Geld reden…

„Mir ist Geld nicht so wichtig. Ich lege wesentlich mehr Wert auf Vereinbarkeit“

„Hauptsache ich habe wieder einen Job, komme raus und kann ein bisschen was dazuverdienen“

Das sind nur zwei Sätze, die ich öfter bei meiner Arbeit höre und langsam macht mich das wirklich traurig. Ja, Vereinbarkeit durch zur Kinderbetreuung passender Arbeitszeiten, der Beitrag zur Familienkasse, die bezahlten Krankenversicherungsbeiträge oder ein bisschen Abwechslung im Leben sind wichtig, aber – jetzt muss ich Luftholen, sorry – ihr sollt auch was verdienen! Oder habt ihr vor den Kindern nichts verdient?

Vor kurzem ist es mir wieder passiert:
Ich handle mit dem Unternehmer ein Gehalt von 1800 € für 20 Std. aus und im Vorstellungsgespräch sagt die Dame dann folgendes: „Naja, ich kann auch 24 Std. in der Woche arbeiten und 1000€ netto genügen mir“ (Anmerkung, das entspricht einem Brutto von 1300€. D.h. bei dieser Aussage hat sich die Dame mal ratzfatz von einem Stundenlohn von ca. 21,40 € zu einem Stundenlohn zu 12,90 € reduziert. Das sind fast 40% weniger!). By the way, die 1800 € waren ihr im Vorfeld bekannt, da ich sie mit ihr abgesprochen hatte.

Das Traurige daran ist, dass mir das öfter passiert. Aussagen wie durch meine nicht vorhandene Flexibilität, kann ich nicht mehr so viel verlangen höre ich eigentlich andauernd. Als Unternehmer freut man sich natürlich riesig darüber, denn man bekommt eine gut qualifizierte Arbeitskraft für lau.

Jetzt kommt bestimmt gleich wieder der Einwand „aber sonst bekomme ich gar keine Arbeitsstelle, ich bin schließlich nicht flexibel“. Ein guter Einwand, aber die Rahmenbedingung ist nicht alles (das wird aktuell von der Politik sehr aufgebauscht, dazu schreibe ich demnächst garantiert auch was).
An den Rahmenbedingungen ist beispielsweise bisher bei mir keine Vermittlung gescheitert!
Dafür an der Kenntnis über die eigenen Fähigkeiten. Hä? Was hat das mit dem Gehalt zu tun, fragt ihr euch nun?
Gut, eine Grundlage in den Gehaltsverhandlungen ist die Kenntnis seiner eignen Fähigkeiten und Stärken. Denn nur, wenn ihr wisst, was ihr richtig gut könnt und auch warum, dann seid ihr in der Lage zu verhandeln.

Einfaches Beispiel: Vor euch liegen im Laden ein iPhone und so ein chinesische Billighandy. Von Aussen schauen die beiden mittlerweile ziemlich gleich aus. Beim Preisunterschied wird es einem aber fast schlecht. Kommt jetzt der Verkäufer um die Ecke, dann wird der euch aber ganz flott den Unterschied erklären, angefangen von der Leistung, dem Display bis hin zur Kamera gibt es garantiert Unterschiede. Er weiß also, was er verkauft. Wenn der Verkäufer gut ist, geht ihr mit dem teuren Gerät aus dem Laden und seid glücklich.

Also: Wenn ihr mehr Gehalt wollt, dann schreibt euch mal eine Liste, was ihr alles geleistet habt, was ihr gelernt habt und warum ihr manche Dinge besser macht als viele andere. Am besten sucht ihr euch dazu noch Beispiele. Und nein, es ist nicht alles selbstverständlich.
Mit dieser Liste geht ihr selbstbewusst in Gehaltsverhandlungen (ja, ich weiß, das ist leichter gesagt als getan) und holt euch, was ihr verdient.
Und bitte lasst die Rahmenbedingungen weg. Wenn ihr wirklich überzeugend seid, dann lassen viele Chefs und Chefinnen mit sich reden (sofern es die Branche erlaubt, aber auch da gibt es Lösungen).

Noch abschließend:
Folgenden Kommentar habe ich auch schon mehrfach gehört: „Aber ich brauche doch gar nicht so viel Geld, was mache ich dann damit“. GANZ EINFACH: Fangt damit an eure Rentenlücke zu schließen…
Wenn ihr nicht wisst wie, schaut bei Madame Moneypenny vorbei.

Und nun auf, macht euch Gedanken darüber wieviel ihr Wert seid. Denn Bescheidenheit ist zwar eine Tugend und die wurde unteranderem auch mir eingeimpft, nur meine Miete zahlt die nicht.
(Wenn ihr gar keine Ahnung habt, wie ihr beginnen könnt oder noch ein ABER in den Raum werfen wollt, so schreibt mir, denn nur wenn wir darüber reden, finden wir Lösungen.)

Eure Astrid

 

Beitragsbild: pixabay.com – angelolucas

 

 

08 Jan

Buchrezension – Beruf+Familie passt! von Nicole Beste-Fopma

[Werbung – unbezahlt]

Endlich finde ich Zeit euch den Ratgeber vorzustellen, der zeigt, was alles geht und nicht, was nicht geht.

Der Untertitel ist bereits vielversprechend: „So finden Eltern den richtigen Arbeitgeber“ und was ich sehr gut finde, die Autorin beginnt nicht mit der Jobsuche sondern viel früher, nämlich der Klärung der Rahmenbedingungen in der Familie und den Erwartungen der einzelnen Personen. Es kommt nämlich immer wieder vor, dass kurz vor der Vertragsunterschrift abgesprungen wird, weil zuhause doch nicht alles geklärt war.
Zudem werden verschiedene Arbeitsmodelle vorgestellt, denn Teilzeit ist oft nicht gleich Teilzeit.
Sehr hilfreich finde ich die vielen Checklisten beispielsweise einen Wochenarbeitsplan für den Haushalt, Kinder, Partnerschaft und Ich-Zeit oder eine Checkliste zur Kinderbetreuung.

Was ebenfalls nicht vergessen wird ist, die Pflege von Angehörigen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man hier erstmal komplett überfahren ist, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird  und es extrem viel Zeit kostet sich um alles zu kümmern. Eigentlich ist das (fast) wie ein zusätzliches Kind.

Ab dem dritten Kapitel geht es konkret um die Jobsuche. Vorrecherchen nach familienfreundlichen Unternehmen über Netzwerke (audits, Siegel, Bewertungsplattformen etc.), wie ich in Kurzform bereits in Beitrag familienbewusste Unternehmen beschrieben habe, durchsuchen verschiedener Kommunikationskanäle, Medien und Stellenanzeigen der Unternehmen werden beschrieben. Offline wird auf den Tag der offenen Tür beim Unternehmen und Messebesuche eingegangen.
An dieser Stelle fehlt mir der versteckte Stellenmarkt. Ein großer Teil der Stellen wird hierüber besetzt was ich ebenfalls schon in einem Artikel beschrieben habe.
Auch kommt mir das Netzwerken zu kurz. Im Coaching habe ich durch Kontakte schon vielen Bewerbern die Türen in Unternehmen geöffnet. Das Bewusstsein, dass man über seine Jobsuche mit Bekannten reden sollte, weil die vielleicht Ideen haben oder jemanden kennen ist sehr wichtig.

Die kommenden Kapitel geben Tipps für das Bewerbungsschreiben und das Vorstellungsgespräch. Auch der Umgang mit Vollzeitstellen, wenn man eigentlich Teilzeit arbeiten möchte, wird reflektiert. Die übliche Frage, packe ich die Kinder in den Lebenslauf oder nicht, wird ebenfalls diskutiert.
Schön finde ich die vielen Argumentationshilfen für das Vorstellungsgespräch und Tipps für den Umgang mit den rechtlich nicht erlaubten Fragen.

Hat es schließlich mit dem Job geklappt geht es in den letzten beiden Kapitel um das Thema Karriere mit Kindern und durchstarten über 40. Hier finden sich unter anderem Themen wie Führen in Teilzeit, Top-Sharing und Stellensuche mit Personalberatern.

Zusammengefasst ist es ein guter und auch sehr gut recherchierter Ratgeber zur Josuche.
Was mir allerdings fehlt ist der große Bereich der Jobsuche, die nicht klassisch über Bewerbung und Vorstellungsgespräch läuft. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die meisten Eltern ihren Arbeitsplatz über Eigeninitiative gefunden oder auch gestaltet haben. Die Leser, die neue und innovative Wege zur Jobsuche erwarten, werden leider enttäuscht. Jedoch ist es ein gutes Buch um sich über die eigenen Rahmenbedingungen im familiären Umfeld klar zu werden und um sich zu überlegen, welches Arbeitsmodell am besten zu einem passt. Die Argumentationshilfen sind auch gut um den aktuellen Arbeitsgeber beispielsweise zu überzeugen etwas an den Rahmenbedingungen zu schrauben.

Ich würde mal sagen, ein guter Anfang bei der Jobsuche und vor allem leicht zu lesen durch die vielen Übersichten und Checklisten.

Eure Astrid

04 Dez

Familienbewusste Unternehmen – was ist das und wie finde ich sie?

Viele Unternehmen schreiben auf Ihre Homepage, sie sind familienfreundlich und stellen einen Maßnahmenkatalog zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor.
In diesem Zusammenhang taucht ebenfalls immer wieder der Begriff „familienbewusst“ auf.
Ist das das Gleiche?
Macht man sich einmal mit der Begrifflichkeit vertraut, lassen sich schnell Unterschiede feststellen.

Familienfreundlich oder familienbewusst – was ist der Unterschied?

Familienfreundlich nennen sich viele Unternehmen. Sie schreiben es sich auf die Fahne, aber sind sie sich auch darüber bewusst, was es heißt Mitarbeiter mit Familie zu unterstützen? Genau das ist der Unterschied. Familienbewusste Unternehmen nehmen ihre Mitarbeiter individuell war und gehen auf ihre Bedürfnisse ein. Ein familienfreundliches Unternehmen kann also familienbewusst sein, muss es aber nicht. Denn zum Familienbewusstsein oder allgemein einem Bewusstsein über die Bedürfnisse ist Kommunikation auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern und gelebte familiäre Unternehmenskultur notwendig – also das, was wir uns eigentlich vorstellen.
Somit aufpassen, nicht überall wo familienfreundlich draufsteht ist eine familienbewusste Unternehmenskultur drin!

Fangen wir nun aber mal einfach an. Welche Unterstützungsmöglichkeiten können Unternehmen Eltern oder auch pflegenden Angehörigen geben?

Hierzu habe ich die Angebote der Unternehmen auf der Initiative familienbewusste Personalpolitik genauer angesehen und zusammengefasst.

Arbeitszeiten:

  •  flexible Arbeitszeiten (auch bei akuten familiären Pflegefällen)
  • Arbeitszeiten passend zur Kinderbetreuung
  • Homeoffice
  • Familienpflegezeit (Stundenreduktion auf Zeit)

Kinderbetreuung:

  • Ferienbetreuung (Feiertagsbetreuung z.B. Buß- und Bettag)
  • Betriebskindertagesstätte
  • Notfallbetreuung

Finanzielle Zuschüsse:

  • Zuschuss zur Kinderbetreuung

Information und Gesundheitsmanagement:

  • Familienorientierte Information, Beratung und Seminare (auch für pflegende Angehörige)
  • Weiterbildung während der Familienpause
  • Kurse zur Erhaltung der Gesundheit

Betriebsorganisation:

  • Begleiteter Wiedereinstieg nach der Elternzeit
  • Vertretungsregelung
  • Sensibilisierung der Führungskräfte
  • offene Kommunikationskultur

 

Interessanterweise führen nur zwei Unternehmen die offene Kommunikationskultur und ein Unternehmen die Sensibilisierung der Führung an. Dabei sind diese beiden Punkte mit die wichtigsten Eigenschaften zur Schaffung eines familienbewussten Unternehmens.
Ohne diese Eigenschaften können Unternehmen familienfreundliche Maßnahmen anbieten, jedoch wird es in verschiedenen Abteilungen und Teams verschiedene Umsetzungen geben. Ich denke, viele kennen den Gruppendruck im Team, wenn einem eine Kindergartenkeimwelle erreicht hat und nacheinander alle in der Familie krank werden. Verständnis und Bewusstsein der direkten Kollegen und der Führungskräfte, dass es manchmal einfach so ist, ist gefragt und keine Hochglanzversprechen.
Wenn man sich folglich ein Unternehmen genauer ansieht ist es somit extrem wichtig – neben den allgemeinen Maßnahmen zur Vereinbarkeit – sich das Team und die Führungskraft anzusehen.

Welche weiteren Hinweise gibt es um familienbewusste Unternehmen herauszufinden?

Zertifikate und Netzwerke geben hier einen guten Überblick:
Das audit berufundfamilie unterstützt Arbeitgeber familien- und lebensphasenbewusste Maßnahmen einzuführen und in der Unternehmenskultur zu verankern.
Auf der Homepage des audit berufundfamilie sind alle zertifizierten Unternehmen aufgezählt mit einer Liste der bereits eingeführten Maßnahmen und geplanten Maßnahmen. Die zertifizierten Unternehmen finden Sie hier.

Das Netzwerk erfolgsfaktor Familie unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung einer familienbewussten Personalpolitik. Eine Garantie für die Umsetzung gibt das Netzwerk zwar nicht, jedoch kann man davon ausgehen, dass sich die Mitglieder mit Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinandersetzen. Eine Mitgliederübersicht gibt es hier.

Die Initiative familienbewusste Personalpolitik stellt auf Ihrer Homepage überwiegend die großen Unternehmen der Region vor. Hier werden auch die Maßnahmen der einzelnen Unternehmen vorgestellt. Mehr dazu hier.

 

Kleine Unternehmen

Es gibt natürlich auch Arbeitgeber, die ihre Familienbewusstheit nicht nach außen kommunizieren. Oftmals sind das kleine inhabergeführte Unternehmen, deren Unternehmenskultur generell familiär geprägt ist. Zudem finden sich hier flache Hierarchien, die eine direkte und einfache Kommunikation ermöglichen. Jeder kennt jeden, was in vielen Fällen Vorteile mit sich bringt. Hat der oder die Inhaber*in zusätzlich selbst Kinder oder Erfahrung mit der Pflege von Angehörigen erhält man weitaus mehr Verständnis und Unterstützung, als es die meisten Maßnahmen zur Gestaltung der Familienfreundlichkeit ermöglichen.

Nur diese Unternehmen zu identifizieren ist schwer.
Hierbei ist Netzwerken beispielsweise hilfreich. Vielleicht kennt man jemanden, der in einem Unternehmen arbeitet, dass eine familienbewusste Unternehmenskultur lebt. Die Aussagen der Mitarbeiter sind hierbei ebenfalls weitaus mehr wert als Versprechen auf der Homepage.
Viele Aussagen und Berichte von Mitarbeitern finden sich ebenfalls auf Bewertungsseiten wie kununu.de.
Durchforstet man diese Seiten sollte man jedoch eher vorsichtig sein. Jeder kann dort ein Unternehmen bewerten und überlegt selbst: Wann gebt ihr hauptsächlich eine Bewertung ab? Meist, wenn man sich über etwas ärgert. Folglich sind Bewertungen entweder richtig schlecht oder teils auch zu gut um wahr zu sein. Es kann nämlich sein, dass der Chef eine eigene Bewertung geschrieben hat oder andere dazu auffordert.
Versucht hier also zwischen den Zeilen zu lesen und Gemeinsamkeiten bei allen Bewertungen herauszufinden. Hiervon kann man dann ausgehen, dass es stimmt.

 

Zusammengefasst gibt es viele Maßnahmen, die Arbeitgeber anbieten können um sich familienbewusster aufzustellen. Ob diese gelebt werden und ob die zugehörige Unternehmenskultur herrscht z.B. hinsichtlich des Verständnisses gegenüber Care Arbeit und eine offene Kommunikation auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern, lässt sich nur durch direkte Erfahrungsberichte der Mitarbeiter herausfinden.

Mama-sucht-Arbeit arbeitet  mit Unternehmen zusammen, die eine familienbewusste Kultur leben. Manchmal sind sie sich darüber vor unserer Zusammenarbeit gar nicht im Klaren, da sie ihren Mitarbeitern nicht die üblichen Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit anbieten, sondern einfach das tun, was für sie selbstverständlich ist.

In den nächsten Monaten werde ich euch hier auf dem Blog einige Unternehmen vorstellen und was sie genau machen um ihre Mitarbeiter zu unterstützen.

 

Bild: Pixabay.com – rawpixel

24 Apr

Vereinbarkeit und Pflegeberufe? Geht das? – Ein Interview mit dem Pflegedienstleiter des ASB.

„Mama gesucht“ – mit dieser Überschrift wirbt der Arbeiter-Samariter-Bund Bad Windsheim um Personal für seinen ambulanten Pflegedienst. Aber stopp – Mütter und Pflegedienst, beißt sich da nicht etwas? Die gängige Meinung ist doch, dass die Arbeit in der Pflege sich nur schlecht mit der Familie vereinbaren lässt und nun sucht der ASB explizit Mütter.
Das machte mich neugierig und ich habe einfach bei Herrn Calliebe, dem Pflegedienstleiter vom Kreisverband Nürnberg-Fürth nachgefragt.

Wie kamen Sie dazu Mütter zu suchen bzw. wie ist es möglich, dass Ihre angebotenen Arbeitszeiten sich mit der Familie vereinbaren lassen?

Wir haben in Nürnberg ein Team für die Pflege und eines für die Hauswirtschaft. Die Hauswirtschaft, also die Hilfe im Haushalt, lässt sich beispielsweise generell mit Müttern besetzen, da hier keine Schicht gearbeitet wird. Sie beginnen kurz nach acht und haben vor 16.00 Uhr Schluss.
Im Pflegedienst ermöglicht der Zusammenhalt im Team und gute Organisation die Mütterschichten. Der ASB in Coburg hat seit längerem reine Mutter-Kind-Touren, deren Arbeitszeiten nur vormittags und ohne Wochenendschicht sind. Wenn das Team das mitträgt ist alles machbar.
Haben Sie die Wahl zwischen einer weiteren Kollegin, die das Team entlastet, die jedoch nur eingeschränkt arbeiten kann oder gar keiner Unterstützung, so wählen viele Teams die Einstellung einer Kollegin und tragen so die Entscheidung mit.

Wie gehen Sie generell mit Fachkräftemangel um?

Früher haben wir viel über Zeitarbeit geregelt, das mittlerweile allerdings komplett eingestellt wurde. Lieber stellen wir motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auch als Minijobber und Teilzeitkräfte ein. Studenten, die nur an ein bis zwei Tagen die Woche arbeiten können, sind bei entsprechender Qualifikation bei uns auch immer im Team willkommen.
Diese vielen Arbeitszeitmodelle machen es uns leichter Personal zu finden, jedoch wird hierdurch auch meine Organisationsfähigkeit mehr gefordert. Ich muss eine langfristige Personalplanung machen und mit meinen Mitarbeitern stets kommunizieren und ihre Bedürfnisse kennen. Wir müssen immer wieder Kompromisse machen um einen für alle machbaren Dienstplan zu erstellen. Wir haben auch einen Wunschdienstplan eingeführt. Bei wichtigen Terminen können die Mitarbeiter hier im Vorfeld ihre Wunschschichten eintragen. Dieser wird allerdings eher sporadisch und nur bei wichtigen Ereignissen, wie Familienfeiern etc. genutzt.
Für Mitarbeiter, die in der Pflege arbeiten möchten, jedoch keinen Führerschein haben, gibt es spezielle Fahrradtouren im nahen Umkreis unseres Standortes. Hierzu hat der ASB Fahrräder und die entsprechende Ausrüstung z.B. wetterfeste Kleidung, angeschafft.
Zusätzlich versuche ich meine Mitarbeiter immer wertschätzend und respektvoll zu behandeln. Seit ich hier Pflegedienstleitung bin, haben wir auch unsere Räumlichkeiten umgestaltet um eine positivere Arbeitsatmosphäre zu generieren.

Welche Erfahrungen haben Sie durch die Umgestaltung gemacht?

Wie bereits erwähnt, decken wir unseren gesamten Personalbedarf durch interne Kräfte ab, also nicht mehr über Leiharbeiter. Unser Krankenstand ist auch sehr niedrig. Selbst ältere Mitarbeiter, denen man oft Wehwehchen nachsagt, sind nicht mehr krank als andere. Ich persönlich arbeite auch unwahrscheinlich gerne mit erfahrenen Kräften zusammen, da sie einfach mal über den Tellerrand schauen.
Des Weiteren konnten wir innerhalb eines Jahres unsere Dienstleistungen im hauswirtschaftlichen Bereich vervierfachen und unseren Umsatz beim Pflegedienst steigern. Das alles ist nur mit einem guten Team möglich. Das tolle Team wirkt sich auch wieder auf die Kundenzufriedenheit aus.

Was sind die wichtigsten Punkte für Sie im Umgang mit Personal?

Eine gute Beziehungsarbeit und Kommunikation mit den Mitarbeitern und noch bessere Organisation. Dazu kommt die Verlässlichkeit hinsichtlich einer pünktlichen und fairen Bezahlung

Ein ganz herzliches Dankeschön an Herrn Calliebe und dass er mich hinter die Kulissen schauen ließ!

Fazit: Auch in der Pflege ist Vereinbarkeit möglich! Es kommt nur auf die Organisation der Führungskraft und des Teams an! Und ein gutes Team muss gepflegt werden. Spricht sich das herum, kommt weiteres Personal oft fast von alleine!

 

 

20 Feb

Hilfe, wer betreut mein Kind?

Ich glaube, diesen Hilferuf hat bisher jede Mama oder Papa schon mal ausstoßen. Ob es nun um eine generelle Betreuung geht, die zum Job passt, bei Krankheit der Kinder oder in den sogenannten Randzeiten, wir kamen alle schon an unsere Organisationsgrenzen.
Um der ganzen Panik, die in solchen Situationen oft herrscht, die Luft zu nehmen, stelle ich euch ein Paar Adressen vor, die zumindest als Startpunkt eurer Recherchen und des darauffolgenden Telefonmarathons dienen können.

Freie Betreuungsplätze

Der Job nach der Elternzeit kommt doch schneller als gedacht oder man zieht um, dann könnt ihr euch über freie Betreuungsplätze auf folgenden Internetseiten informieren:

Freie Plätze in Nürnberg

Freie Plätze in Fürth

Freie Plätze in Erlangen

Darüber hinaus lohnt sich immer ein Anruf beim fmf-familienbüro in Stein (Tel. 0911 – 2552990) . Hier können euch Tagesmütter vermittelt werden, die teilweise bis ins Schulkindalter betreuen. Vielleicht eine interessante und vor allem flexiblere Alternative zum Hort.
Zudem vermitteln sie zu Großtagespflegestellen und Waldgruppen.

Flexible Betreuungsmöglichkeiten

Benötigt ihr nur ab und zu Unterstützung oder einen Babysitter, so könnt ihr euch an folgende Stellen wenden:

Fürth: Mütterzentrum Fürth (Babysitter, Spielgruppen, Omas gute Stube)

Nürnberg: BRK Kreisverband Nürnberg-Stadt (Babysitter)

Überregional: Bezirksjugendwerk der AWO Ober- und Mittelfranken (Babysitter, Ferienbetreuung)

Randzeitenbetreuung

Die Kita macht um 16.30 zu und man muss bis 17.00 arbeiten – eine schwierige Situation, die mittlerweile immer mehr Eltern trifft.
Hierzu hat das Mütterzentrum in Fürth das Betreuungsnetzwerk / Randzeitenbetreuung ins Leben gerufen. Ihr erreicht Frau Schieche oder Frau Wenzel unter Tel. 0911-772799.

Ebenfalls bieten einige Tagesmütter des fmf-familienbüros Randzeitenbetreuung an.
Tel. 0911 255 2990

In Erlangen ist das Erlanger Bündnis für Familien ein guter Anlaufpunkt. Hier wird einem ebenfalls geholfen die Randzeiten zu organisieren. Tel. 0 91 31 – 86-16 86
Als Alleinerziehende/r kann man in Erlangen auch einen Zuschuss zur Randzeitenbetreuung erhalten.

Notmütter und -väter

Wenn ein Kind krank ist oder sogar man selbst flach liegt, springen Notmütter und -väter ein. Im Falle der eigenen Krankheit können sogar dir Kosten – oder ein Teil – von der Krankenkasse übernommen werden.
In Fürth ist hier auch das Mütterzentrum (Karin Baer 0911 – 475 49 48) für die Organisation zuständig und in Erlangen das Bündnis für Familien mit dem Känguru-Team (Tel. 0160 – 90 23 04 85).
In Nürnberg gibt es die Familienpflege Nürnberg Tel. 0911- 28 43 05.
Überregional hilfet der Notmütterdienst der Familien- und Seniorenhilfe e.V.

 

Wie oben schon angemerkt, die Liste ist keineswegs komplett und es gibt bestimmt noch weitere Anlaufstellen.

Und nun wünsche ich euch viel Kraft und Ausdauer bei der Organisation eurer Kinderbetreuung!

Eure Astrid von Mama sucht Arbeit

P.S.: Habt ihr mit der einen oder anderen Institution schon Erfahrung gemacht? Schreibt mir doch über eure Erfahrungen und helft so anderen Eltern bei Ihrer Suche!

Bild: pixabay.de – TJENA

29 Jan

Liebe Mamas, verkauft euch nicht unter Wert..

Vor kurzem hatte ich erst wieder eine Mama vor mir sitzen – studiert, langjährige Berufserfahrung, konstanter Lebenslauf, die mir doch tatsächlich erzählt hat: „Ja, beim Bäcker zu arbeiten, das habe ich mir auch schon überlegt.“ Eigentlich verrückt, für ein bisschen Vereinbarkeit (wobei die Arbeit bei einem Bäcker nicht wirklich vereinbar ist) und vielleicht noch Wohnortnähe, würde frau einen Kompromiss eingehen, der weit unter ihrem Qualifikationsniveau ist. Über das Gehalt brauche ich, denke ich, gar nichts zu schreiben. Aber warum denken viele Mütter so? Wir haben doch nicht mit der Geburt unseres Kindes das Hirn abgegeben?
Liegt es daran, dass viele Mütter in der Elternzeit nur mit Müttern die Zeit verbringen und frau sich gegenseitig „runterzieht“? Oder sind Mütter es gewohnt sich hintenanzustellen, dass sie es ab sofort auch im Job machen?
Kann es vielleicht auch sein, dass viele Angst vor Absagen haben? Überall steht geschrieben, Mütter werden bei der Bewerberauswahl benachteiligt – was leider auch oftmals stimmt – und so begibt man sich gleich gar auf Jobsuche.
Nicht mehr ganz in unsere Zeit passend ist auch die Aussage, frau müsse sich um die Kinder, den Mann und den Haushalt kümmern. Die durfte ich mir jedoch auch schon anhören. Über diese Einstellung lässt sich streiten. Würde die Ehe bis das der Tod sie scheidet andauern, ist das natürlich gut und auch einfach Arbeitsteilung. Nur leider ist das nicht der Fall und bei einer Trennung hat frau nichts davon.
Ein weiterer Grund, der sogar nachweißbar wäre, ist, es gibt einfach nicht genügend Teilzeitstellen für gut qualifizierte Mamas. Ich weiß nicht, weshalb oft Stellen grundsätzlich in Vollzeit ausgeschrieben werden und es gibt daran auch nicht zu rücken. Jobsharing ist hier die Lösung und proaktives Vorgehen z.B. über Tandemploy.

Viele Gründe, die ich gerade angesprochen habe, sind Vermutungen. Vielleicht könnt ihr mir noch weitere Gründe schreiben.
Dies ändert aber nichts daran, wenn Mamas sich unter Wert verkaufen. Ich weiß nur, auf Dauer wird frau damit nicht glücklich und nach Jahren wieder in den alten Job zurückzukommen, wo frau dazwischen rumgejobbt hat, ist sehr schwer.

Also mein Tipp für alle Mamas: Verkauft euch nicht unter Wert! Macht euch klar, was ihr könnt und auch welche Erfahrungen ihr mit Hilfe eurer Kinder gemacht habt. Steht zu eurem Lebensmodell und dann wartet ihr eben etwas länger auf den passenden Job. Aber nehmt nicht den erstbesten an – der richtige kommt! Ohne Kinder würdet ihr das auch nicht machen, oder?

 

Bild: pixabay

 

31 Dez

Vereinbarkeit bedeutet für mich…

  • flexible Arbeitszeiten
  • selbstverantwortliche Termin- und Zeitplanung
  • Geben und Nehmen im Team
  • auch mal Nein sagen zu können
  • trotz Teilzeit Karrierechancen (das Kind ist schließlich nicht immer klein)
  • pünktlich das Kind aus der KiTa abholen können
  • Möglichkeit auf Homeoffice
  • mich nicht verbiegen müssen
  • Spaß an der Arbeit haben

…und bestimmt mit wachsenden Herausforderungen noch mehr.

So manche(r) würde nun auch bestimmt weitere Punkte anführen können. Ich habe mir dazu ebenfalls viele Gedanken dazu gemacht. Hätte man mich vor einem Jahr gefragt, was Vereinbarkeit bedeutet, wäre die Liste wesentlich länger ausgefallen. Zu dieser Zeit war ich mit dem Papa des kleinen Mannes noch mehr oder weniger zusammen und Vereinbarkeit war ständige Diskussion, wer auf was verzichtet bzw. andauerndes Gefrage meinerseits, ob ich nicht diesen oder jenen Termin außer der Reihe annehmen könnte. Da wirkt das Thema Vereinbarkeit tief in die Beziehung hinein.
Ich ziehe hier vor allen Eltern den Hut, wenn beide arbeiten und sie sich alles teilen und ich meine hier auch alles. Also kein Pseudo-Geteile wo Frau Teilzeit arbeitet und so gesehen trotzdem eine klassische Rollenverteilung herrscht.

Ich bin heute froh, dass ich nur diese kleine Liste habe, ohne Beziehungsgedöns. Es war sehr schwer sich damit abzufinden und ein langer Weg für mich zu akzeptieren, dass ich mich alleine um den kleinen Mann und mich kümmern muss. Wenn man das jedoch mal erkannt hat ergibt sich so manch neue Perspektive…

Vereinbarkeit ist somit auch „Einstellung“.