04 Dez

Familienbewusste Unternehmen – was ist das und wie finde ich sie?

Viele Unternehmen schreiben auf Ihre Homepage, sie sind familienfreundlich und stellen einen Maßnahmenkatalog zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor.
In diesem Zusammenhang taucht ebenfalls immer wieder der Begriff „familienbewusst“ auf.
Ist das das Gleiche?
Macht man sich einmal mit der Begrifflichkeit vertraut, lassen sich schnell Unterschiede feststellen.

Familienfreundlich oder familienbewusst – was ist der Unterschied?

Familienfreundlich nennen sich viele Unternehmen. Sie schreiben es sich auf die Fahne, aber sind sie sich auch darüber bewusst, was es heißt Mitarbeiter mit Familie zu unterstützen? Genau das ist der Unterschied. Familienbewusste Unternehmen nehmen ihre Mitarbeiter individuell war und gehen auf ihre Bedürfnisse ein. Ein familienfreundliches Unternehmen kann also familienbewusst sein, muss es aber nicht. Denn zum Familienbewusstsein oder allgemein einem Bewusstsein über die Bedürfnisse ist Kommunikation auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern und gelebte familiäre Unternehmenskultur notwendig – also das, was wir uns eigentlich vorstellen.
Somit aufpassen, nicht überall wo familienfreundlich draufsteht ist eine familienbewusste Unternehmenskultur drin!

Fangen wir nun aber mal einfach an. Welche Unterstützungsmöglichkeiten können Unternehmen Eltern oder auch pflegenden Angehörigen geben?

Hierzu habe ich die Angebote der Unternehmen auf der Initiative familienbewusste Personalpolitik genauer angesehen und zusammengefasst.

Arbeitszeiten:

  •  flexible Arbeitszeiten (auch bei akuten familiären Pflegefällen)
  • Arbeitszeiten passend zur Kinderbetreuung
  • Homeoffice
  • Familienpflegezeit (Stundenreduktion auf Zeit)

Kinderbetreuung:

  • Ferienbetreuung (Feiertagsbetreuung z.B. Buß- und Bettag)
  • Betriebskindertagesstätte
  • Notfallbetreuung

Finanzielle Zuschüsse:

  • Zuschuss zur Kinderbetreuung

Information und Gesundheitsmanagement:

  • Familienorientierte Information, Beratung und Seminare (auch für pflegende Angehörige)
  • Weiterbildung während der Familienpause
  • Kurse zur Erhaltung der Gesundheit

Betriebsorganisation:

  • Begleiteter Wiedereinstieg nach der Elternzeit
  • Vertretungsregelung
  • Sensibilisierung der Führungskräfte
  • offene Kommunikationskultur

 

Interessanterweise führen nur zwei Unternehmen die offene Kommunikationskultur und ein Unternehmen die Sensibilisierung der Führung an. Dabei sind diese beiden Punkte mit die wichtigsten Eigenschaften zur Schaffung eines familienbewussten Unternehmens.
Ohne diese Eigenschaften können Unternehmen familienfreundliche Maßnahmen anbieten, jedoch wird es in verschiedenen Abteilungen und Teams verschiedene Umsetzungen geben. Ich denke, viele kennen den Gruppendruck im Team, wenn einem eine Kindergartenkeimwelle erreicht hat und nacheinander alle in der Familie krank werden. Verständnis und Bewusstsein der direkten Kollegen und der Führungskräfte, dass es manchmal einfach so ist, ist gefragt und keine Hochglanzversprechen.
Wenn man sich folglich ein Unternehmen genauer ansieht ist es somit extrem wichtig – neben den allgemeinen Maßnahmen zur Vereinbarkeit – sich das Team und die Führungskraft anzusehen.

Welche weiteren Hinweise gibt es um familienbewusste Unternehmen herauszufinden?

Zertifikate und Netzwerke geben hier einen guten Überblick:
Das audit berufundfamilie unterstützt Arbeitgeber familien- und lebensphasenbewusste Maßnahmen einzuführen und in der Unternehmenskultur zu verankern.
Auf der Homepage des audit berufundfamilie sind alle zertifizierten Unternehmen aufgezählt mit einer Liste der bereits eingeführten Maßnahmen und geplanten Maßnahmen. Die zertifizierten Unternehmen finden Sie hier.

Das Netzwerk erfolgsfaktor Familie unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung einer familienbewussten Personalpolitik. Eine Garantie für die Umsetzung gibt das Netzwerk zwar nicht, jedoch kann man davon ausgehen, dass sich die Mitglieder mit Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinandersetzen. Eine Mitgliederübersicht gibt es hier.

Die Initiative familienbewusste Personalpolitik stellt auf Ihrer Homepage überwiegend die großen Unternehmen der Region vor. Hier werden auch die Maßnahmen der einzelnen Unternehmen vorgestellt. Mehr dazu hier.

 

Kleine Unternehmen

Es gibt natürlich auch Arbeitgeber, die ihre Familienbewusstheit nicht nach außen kommunizieren. Oftmals sind das kleine inhabergeführte Unternehmen, deren Unternehmenskultur generell familiär geprägt ist. Zudem finden sich hier flache Hierarchien, die eine direkte und einfache Kommunikation ermöglichen. Jeder kennt jeden, was in vielen Fällen Vorteile mit sich bringt. Hat der oder die Inhaber*in zusätzlich selbst Kinder oder Erfahrung mit der Pflege von Angehörigen erhält man weitaus mehr Verständnis und Unterstützung, als es die meisten Maßnahmen zur Gestaltung der Familienfreundlichkeit ermöglichen.

Nur diese Unternehmen zu identifizieren ist schwer.
Hierbei ist Netzwerken beispielsweise hilfreich. Vielleicht kennt man jemanden, der in einem Unternehmen arbeitet, dass eine familienbewusste Unternehmenskultur lebt. Die Aussagen der Mitarbeiter sind hierbei ebenfalls weitaus mehr wert als Versprechen auf der Homepage.
Viele Aussagen und Berichte von Mitarbeitern finden sich ebenfalls auf Bewertungsseiten wie kununu.de.
Durchforstet man diese Seiten sollte man jedoch eher vorsichtig sein. Jeder kann dort ein Unternehmen bewerten und überlegt selbst: Wann gebt ihr hauptsächlich eine Bewertung ab? Meist, wenn man sich über etwas ärgert. Folglich sind Bewertungen entweder richtig schlecht oder teils auch zu gut um wahr zu sein. Es kann nämlich sein, dass der Chef eine eigene Bewertung geschrieben hat oder andere dazu auffordert.
Versucht hier also zwischen den Zeilen zu lesen und Gemeinsamkeiten bei allen Bewertungen herauszufinden. Hiervon kann man dann ausgehen, dass es stimmt.

 

Zusammengefasst gibt es viele Maßnahmen, die Arbeitgeber anbieten können um sich familienbewusster aufzustellen. Ob diese gelebt werden und ob die zugehörige Unternehmenskultur herrscht z.B. hinsichtlich des Verständnisses gegenüber Care Arbeit und eine offene Kommunikation auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern, lässt sich nur durch direkte Erfahrungsberichte der Mitarbeiter herausfinden.

Mama-sucht-Arbeit arbeitet  mit Unternehmen zusammen, die eine familienbewusste Kultur leben. Manchmal sind sie sich darüber vor unserer Zusammenarbeit gar nicht im Klaren, da sie ihren Mitarbeitern nicht die üblichen Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit anbieten, sondern einfach das tun, was für sie selbstverständlich ist.

In den nächsten Monaten werde ich euch hier auf dem Blog einige Unternehmen vorstellen und was sie genau machen um ihre Mitarbeiter zu unterstützen.

 

Bild: Pixabay.com – rawpixel

07 Aug

Fühlst du dich wohl mit deiner Bewerbung?

Heute kurz und knapp:

Die standardisierten Bewerbungsanschreiben kennen wir schon, die Regeln für den Lebenslauf und das Bild. Aber stellt das dich wirklich dar? Oder zeigt das nur, du hast die Regeln verstanden und bist bereit im Einheitsbrei der Bewerbungen zu verschwinden?

Klar, so manche Regel helfen wirklich sehr gut und sind auch begründet um den Personalern die Arbeit zu erleichtern und schneller einen Überblick zu geben, jedoch verschwindet dabei oft jegliche Persönlichkeit.
Ein zu langer Lebenslauf geht meiner Meinung beispielsweise gar nicht. Auch das Passbild darf ruhig durch einen größeren Bildauschnitt ersetzt werden. Ein absolutes No-Go sind jedoch die Online-Vorlagen. Die sehen zwar nett aus, aber die hat jeder dritte. Also Finger weg.

Wie könnt ihr aber dann aus der Masse herausstechen?

Erstens Anschreiben:
Immer mehr Unternehmen verzichten auf das Anschreiben, da man sowieso ein Standardanschreiben bekommt, dass auch an das nächste Unternehmen geschickt wird. Wie wäre es, ihr nehmt euch kurz Zeit und überlegt, warum ihr den Job wollt und weshalb genau bei diesem Unternehmen. Kurz und knackig aber dafür aussagekräftig. Eine halbe Seite genügt. Manchmal machen 5 Zeilen in einer Mail mit angehängtem Lebenslauf und den Zeugnissen mehr her als eine DIN A4 Seite gesülze.

Zweitens Lebenslauf:
Passt ihn bitte für die Stelle an – also alle Details, die nichts mit der Stelle zu tun haben raus. Dafür vielleicht ähnliche Jobs ausführlicher Darstellen. Praktikas und Auslandsaufenthalte etc. bitte auch so kurz wie möglich halten, sofern sie nichts mit der ausgeschriebenen Stelle zu tun haben.

Drittens Bild:
Zieht dafür etwas an womit ihr euch wohl fühlt und so wie ihr auch zur Arbeit gehen würdet. Ich hatte früher beispielsweise ein Foto im Hosenanzug. Damit habe ich mich null wohlgefühlt und das sah man mir auch an. Mit dem neuen Bild fühle ich mich weitaus besser.
Für den Hintergrund des Bildes bitte kein schwarz, höchstens die Bewerbung bekommt eine dunkle Titelleiste oder es passt in euer Design. Ansonsten eine Farbe wählen, die zu eurer Kleidung oder euch passt.

Zu guter Letzt:
Wenn ihr eurer Unterlagen vor euch liegen habt, stellt euch die Frage: Fühle ich mich damit wohl? Bin das ich?

Denkt immer daran, wenn ihr ein Bild von euch verkauft, das ihr nicht seid, wird es früher oder später auffallen. Zum einen wirkt man damit nicht rund und zum anderen kann es schließlich sein, dass man nicht wirklich ins Unternehmen passt.

FAZIT: Seid einfach ihr selbst und beugt ein bisschen die Regeln 😉

26 Jun

Der verdeckte Stellenmarkt – deine Chance!

Gestern habe ich mich sehr über eine Mail einer Mutter gefreut. Sie schrieb, ich hätte sie inspiriert sich initiativ zu bewerben und daraufhin hätte sie einen Arbeitsplatz gefunden. Wow, ich freue mich wirklich sehr darüber!

Nur wie funktioniert das nun eigentlich mit den Initiativbewerbungen, dem Netzwerken oder generell dem verdeckten Stellenmarkt?

Was man sich zu Beginn einfach bewusst machen muss: Nicht jede Stelle wird ausgeschrieben, also veröffentlicht. Bis ein Unternehmen sich aktiv nach einem Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin umsieht vergeht eine gewisse Zeit. Vor allem bei neu geschaffenen Stellen dauert das oft mehrere Monate. Es wird vielleicht noch überlegt ob die Stelle wirklich notwendig ist, in welchem Umfang man Unterstützung benötigt und vor allem wieviel Budget dafür vorhanden ist.

Jetzt – eure Initiativbewerbung:
Während so hin und her überlegt wird ist der richtige Zeitpunkt für eure Bewerbung. Hier habt ihr noch Gestaltungsspielraum über den Umfang der Stelle und vielleicht auch die Tätigkeiten. Ihr müsst nur überzeugend sein, dass ihr mit euren Fähigkeiten ein richtiger Mehrwert für das Unternehmen seid. Diesen Mehrwert müsst ihr beispielsweise in einer Initiativbewerbung transportieren. Eine gute Initiativbewerbung ist somit wesentlich individueller als eine Bewerbung auf die Stelle XY.
Überlegt euch hier zunächst welche eurer Fähigkeiten ein Plus für das Wunschunternehmen sind und argumentiert das auch in eurer Bewerbung. Warum wollt ihr euch bei diesem Unternehmen bewerben und was bringt ihr mit?
Beantwortet ihr diese Fragen gut und vor allem nicht mit abgedroschenen Floskeln, so fallt ihr auf und das müsst ihr um eingeladen zu werden.
Natürlich braucht ihr auch eine Portion Glück, dass gerade oder in naher Zukunft eine Person mit euren Fähigkeiten gesucht wird. Wenn das so ist, könnt ihr euch freuen, denn ihr werdet garantiert wenig Mitbewerber haben. Im besten Fall wird sogar eine Stelle für euch geschaffen. Besser geht es nicht!

Für alle Schreibmuffel:
Nicht jeder ist ein Selbstmarketing-Guru und somit in der Lage Knaller-Initiativbewerbungen zu schreiben. Aber das ist auch nur ein Weg um an die (noch) nicht veröffentlichten Stellen zu kommen. Habt ihr schon darüber nachgedacht in eurem Bekanntenkreis über eure beruflichen Wünsche zu reden? Manche schämen sich dafür, weil sie vielleicht bereits viele Absagen bekommen haben, aber ich sage immer: Fragen kostet nix! Vielleicht überlegt der Chef einer Freundin noch eine weitere Mitarbeiterin einzustellen und sie weiß das schon, aber es ist noch keine Stellenanzeige geschaltet? Das ist die Chance! Fragt Freunde, Bekannte und wenn das Gespräch am Spielplatz mit der Mutter neben euch am Sandkasten auf die Arbeit kommt, auch die! Umso mehr Menschen ihr von eurem beruflichen Veränderungswunsch erzählt desto größer wird eure Chance einen Job zu finden. Oftmals stellt man fest, dass der Bekannte aus dem Kindergarten ein Freund der Chefin der Wunschfirma ist – ja, das habe ich wirklich schon erlebt! Oder war es die Nachbarin? – ach egal. Hauptsache ihr zögert dann nicht dort anzurufen oder euren Lebenslauf weiterleiten zu lassen!

Netzwerken online
Immer wichtiger wird das sogenannte Active Sourcing bei der Personalsuche. Unternehmen durchforsten hierzu die Sozialen Netzwerke – vorrangig Xing, LinkedIn und einschlägige Karrierenetzwerke und schreiben interessante Kandidaten an. Wichtig hierbei ist ein aktuelles Profil bei den Netzwerken vorweisen zu können. Überlegt also was ihr alles online von euch preisgeben könnt oder möchtet. Hier ist eine gesunde Mischung gut. Nicht zu viel, da der Personaler oftmals die Profile nur überfliegt, aber auch nicht zu wenig. Genauso wie bei einer guten Bewerbung geht es hier nicht um Masse, sondern um Klasse! Zu guter Letzt nützt euch ein fantastisches Profil nichts, wenn ihr die Postfächer nicht regelmäßig kontrolliert oder die Weiterleitung deaktiviert habt und ihr somit die Jobangebote nicht oder verspätet erhaltet.
(Tipp: Im Netz findet ihr sehr viele Anleitungen um optimale Online-Profile anzulegen!)

Erhöht eure Chancen zusätzlich
Initiativ bewerben ist nichts für euch und auch Netzwerken ist nicht euere Stärke, dann kann euch immer noch die Mama-sucht-Arbeit Datenbank helfen. Hier kann es vielleicht mal etwas länger mit dem Traumjob dauern, jedoch versichere ich, dass ich nur familienfreundliche Unternehmen, denen ihre Mitarbeiter am Herzen liegen als Auftraggeber annehme. Genauso wie ich alle Kandidatinnen in meiner Datenbank – also euch – persönlich kennenlernen möchte, so erhalte ich einen Einblick in das Unternehmen und vor allem auch die Unternehmenskultur meiner Auftraggeber.
Um in die Datenbank aufgenommen werden zu können, ruft mich an und wir vereinbaren einen Termin. Seid ihr einmal dabei, so rufe ich euch bei interessanten Jobs oder Anfragen auf euer Profil an und stelle euch das Unternehmen vor. Erst nach eurer Freigabe gebe ich einen aktuellen Lebenslauf an das Unternehmen weiter. Ihr habt also volle Kontrolle über eure Daten!

Auf zum verdeckten Stellenmarkt
Nachdem angeblich 50 bis 65% der Stellen nicht veröffentlicht werden, ist der verdeckte Stellenmarkt eine gute Möglichkeit – vor allem für Teilzeitkräfte, wo relativ wenige Stellen ausgeschrieben sind – einen Arbeitsplatz zu finden. Vielleicht wird die Stelle auch deshalb nicht ausgeschrieben, weil während der Vorbereitungsphase zur Ausschreibung bereits durch andere Kanäle besetzt wurde. Wollt ihr euch das entgehen lassen? Na dann, viel Spaß beim recherchieren, netzwerken und – ruft mich an!

Eure Astrid Lehmeyer

Bild: pixabay.de – pixel2013

24 Apr

Vereinbarkeit und Pflegeberufe? Geht das? – Ein Interview mit dem Pflegedienstleiter des ASB.

„Mama gesucht“ – mit dieser Überschrift wirbt der Arbeiter-Samariter-Bund Bad Windsheim um Personal für seinen ambulanten Pflegedienst. Aber stopp – Mütter und Pflegedienst, beißt sich da nicht etwas? Die gängige Meinung ist doch, dass die Arbeit in der Pflege sich nur schlecht mit der Familie vereinbaren lässt und nun sucht der ASB explizit Mütter.
Das machte mich neugierig und ich habe einfach bei Herrn Calliebe, dem Pflegedienstleiter vom Kreisverband Nürnberg-Fürth nachgefragt.

Wie kamen Sie dazu Mütter zu suchen bzw. wie ist es möglich, dass Ihre angebotenen Arbeitszeiten sich mit der Familie vereinbaren lassen?

Wir haben in Nürnberg ein Team für die Pflege und eines für die Hauswirtschaft. Die Hauswirtschaft, also die Hilfe im Haushalt, lässt sich beispielsweise generell mit Müttern besetzen, da hier keine Schicht gearbeitet wird. Sie beginnen kurz nach acht und haben vor 16.00 Uhr Schluss.
Im Pflegedienst ermöglicht der Zusammenhalt im Team und gute Organisation die Mütterschichten. Der ASB in Coburg hat seit längerem reine Mutter-Kind-Touren, deren Arbeitszeiten nur vormittags und ohne Wochenendschicht sind. Wenn das Team das mitträgt ist alles machbar.
Haben Sie die Wahl zwischen einer weiteren Kollegin, die das Team entlastet, die jedoch nur eingeschränkt arbeiten kann oder gar keiner Unterstützung, so wählen viele Teams die Einstellung einer Kollegin und tragen so die Entscheidung mit.

Wie gehen Sie generell mit Fachkräftemangel um?

Früher haben wir viel über Zeitarbeit geregelt, das mittlerweile allerdings komplett eingestellt wurde. Lieber stellen wir motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auch als Minijobber und Teilzeitkräfte ein. Studenten, die nur an ein bis zwei Tagen die Woche arbeiten können, sind bei entsprechender Qualifikation bei uns auch immer im Team willkommen.
Diese vielen Arbeitszeitmodelle machen es uns leichter Personal zu finden, jedoch wird hierdurch auch meine Organisationsfähigkeit mehr gefordert. Ich muss eine langfristige Personalplanung machen und mit meinen Mitarbeitern stets kommunizieren und ihre Bedürfnisse kennen. Wir müssen immer wieder Kompromisse machen um einen für alle machbaren Dienstplan zu erstellen. Wir haben auch einen Wunschdienstplan eingeführt. Bei wichtigen Terminen können die Mitarbeiter hier im Vorfeld ihre Wunschschichten eintragen. Dieser wird allerdings eher sporadisch und nur bei wichtigen Ereignissen, wie Familienfeiern etc. genutzt.
Für Mitarbeiter, die in der Pflege arbeiten möchten, jedoch keinen Führerschein haben, gibt es spezielle Fahrradtouren im nahen Umkreis unseres Standortes. Hierzu hat der ASB Fahrräder und die entsprechende Ausrüstung z.B. wetterfeste Kleidung, angeschafft.
Zusätzlich versuche ich meine Mitarbeiter immer wertschätzend und respektvoll zu behandeln. Seit ich hier Pflegedienstleitung bin, haben wir auch unsere Räumlichkeiten umgestaltet um eine positivere Arbeitsatmosphäre zu generieren.

Welche Erfahrungen haben Sie durch die Umgestaltung gemacht?

Wie bereits erwähnt, decken wir unseren gesamten Personalbedarf durch interne Kräfte ab, also nicht mehr über Leiharbeiter. Unser Krankenstand ist auch sehr niedrig. Selbst ältere Mitarbeiter, denen man oft Wehwehchen nachsagt, sind nicht mehr krank als andere. Ich persönlich arbeite auch unwahrscheinlich gerne mit erfahrenen Kräften zusammen, da sie einfach mal über den Tellerrand schauen.
Des Weiteren konnten wir innerhalb eines Jahres unsere Dienstleistungen im hauswirtschaftlichen Bereich vervierfachen und unseren Umsatz beim Pflegedienst steigern. Das alles ist nur mit einem guten Team möglich. Das tolle Team wirkt sich auch wieder auf die Kundenzufriedenheit aus.

Was sind die wichtigsten Punkte für Sie im Umgang mit Personal?

Eine gute Beziehungsarbeit und Kommunikation mit den Mitarbeitern und noch bessere Organisation. Dazu kommt die Verlässlichkeit hinsichtlich einer pünktlichen und fairen Bezahlung

Ein ganz herzliches Dankeschön an Herrn Calliebe und dass er mich hinter die Kulissen schauen ließ!

Fazit: Auch in der Pflege ist Vereinbarkeit möglich! Es kommt nur auf die Organisation der Führungskraft und des Teams an! Und ein gutes Team muss gepflegt werden. Spricht sich das herum, kommt weiteres Personal oft fast von alleine!

 

 

20 Feb

Hilfe, wer betreut mein Kind?

Ich glaube, diesen Hilferuf hat bisher jede Mama oder Papa schon mal ausstoßen. Ob es nun um eine generelle Betreuung geht, die zum Job passt, bei Krankheit der Kinder oder in den sogenannten Randzeiten, wir kamen alle schon an unsere Organisationsgrenzen.
Um der ganzen Panik, die in solchen Situationen oft herrscht, die Luft zu nehmen, stelle ich euch ein Paar Adressen vor, die zumindest als Startpunkt eurer Recherchen und des darauffolgenden Telefonmarathons dienen können.

Freie Betreuungsplätze

Der Job nach der Elternzeit kommt doch schneller als gedacht oder man zieht um, dann könnt ihr euch über freie Betreuungsplätze auf folgenden Internetseiten informieren:

Freie Plätze in Nürnberg

Freie Plätze in Fürth

Freie Plätze in Erlangen

Darüber hinaus lohnt sich immer ein Anruf beim fmf-familienbüro in Stein (Tel. 0911 – 2552990) . Hier können euch Tagesmütter vermittelt werden, die teilweise bis ins Schulkindalter betreuen. Vielleicht eine interessante und vor allem flexiblere Alternative zum Hort.
Zudem vermitteln sie zu Großtagespflegestellen und Waldgruppen.

Flexible Betreuungsmöglichkeiten

Benötigt ihr nur ab und zu Unterstützung oder einen Babysitter, so könnt ihr euch an folgende Stellen wenden:

Fürth: Mütterzentrum Fürth (Babysitter, Spielgruppen, Omas gute Stube)

Nürnberg: BRK Kreisverband Nürnberg-Stadt (Babysitter)

Überregional: Bezirksjugendwerk der AWO Ober- und Mittelfranken (Babysitter, Ferienbetreuung)

Randzeitenbetreuung

Die Kita macht um 16.30 zu und man muss bis 17.00 arbeiten – eine schwierige Situation, die mittlerweile immer mehr Eltern trifft.
Hierzu hat das Mütterzentrum in Fürth das Betreuungsnetzwerk / Randzeitenbetreuung ins Leben gerufen. Ihr erreicht Frau Schieche oder Frau Wenzel unter Tel. 0911-772799.

Ebenfalls bieten einige Tagesmütter des fmf-familienbüros Randzeitenbetreuung an.
Tel. 0911 255 2990

In Erlangen ist das Erlanger Bündnis für Familien ein guter Anlaufpunkt. Hier wird einem ebenfalls geholfen die Randzeiten zu organisieren. Tel. 0 91 31 – 86-16 86
Als Alleinerziehende/r kann man in Erlangen auch einen Zuschuss zur Randzeitenbetreuung erhalten.

Notmütter und -väter

Wenn ein Kind krank ist oder sogar man selbst flach liegt, springen Notmütter und -väter ein. Im Falle der eigenen Krankheit können sogar dir Kosten – oder ein Teil – von der Krankenkasse übernommen werden.
In Fürth ist hier auch das Mütterzentrum (Karin Baer 0911 – 475 49 48) für die Organisation zuständig und in Erlangen das Bündnis für Familien mit dem Känguru-Team (Tel. 0160 – 90 23 04 85).
In Nürnberg gibt es die Familienpflege Nürnberg Tel. 0911- 28 43 05.
Überregional hilfet der Notmütterdienst der Familien- und Seniorenhilfe e.V.

 

Wie oben schon angemerkt, die Liste ist keineswegs komplett und es gibt bestimmt noch weitere Anlaufstellen.

Und nun wünsche ich euch viel Kraft und Ausdauer bei der Organisation eurer Kinderbetreuung!

Eure Astrid von Mama sucht Arbeit

P.S.: Habt ihr mit der einen oder anderen Institution schon Erfahrung gemacht? Schreibt mir doch über eure Erfahrungen und helft so anderen Eltern bei Ihrer Suche!

Bild: pixabay.de – TJENA

29 Jan

Liebe Mamas, verkauft euch nicht unter Wert..

Vor kurzem hatte ich erst wieder eine Mama vor mir sitzen – studiert, langjährige Berufserfahrung, konstanter Lebenslauf, die mir doch tatsächlich erzählt hat: „Ja, beim Bäcker zu arbeiten, das habe ich mir auch schon überlegt.“ Eigentlich verrückt, für ein bisschen Vereinbarkeit (wobei die Arbeit bei einem Bäcker nicht wirklich vereinbar ist) und vielleicht noch Wohnortnähe, würde frau einen Kompromiss eingehen, der weit unter ihrem Qualifikationsniveau ist. Über das Gehalt brauche ich, denke ich, gar nichts zu schreiben. Aber warum denken viele Mütter so? Wir haben doch nicht mit der Geburt unseres Kindes das Hirn abgegeben?
Liegt es daran, dass viele Mütter in der Elternzeit nur mit Müttern die Zeit verbringen und frau sich gegenseitig „runterzieht“? Oder sind Mütter es gewohnt sich hintenanzustellen, dass sie es ab sofort auch im Job machen?
Kann es vielleicht auch sein, dass viele Angst vor Absagen haben? Überall steht geschrieben, Mütter werden bei der Bewerberauswahl benachteiligt – was leider auch oftmals stimmt – und so begibt man sich gleich gar auf Jobsuche.
Nicht mehr ganz in unsere Zeit passend ist auch die Aussage, frau müsse sich um die Kinder, den Mann und den Haushalt kümmern. Die durfte ich mir jedoch auch schon anhören. Über diese Einstellung lässt sich streiten. Würde die Ehe bis das der Tod sie scheidet andauern, ist das natürlich gut und auch einfach Arbeitsteilung. Nur leider ist das nicht der Fall und bei einer Trennung hat frau nichts davon.
Ein weiterer Grund, der sogar nachweißbar wäre, ist, es gibt einfach nicht genügend Teilzeitstellen für gut qualifizierte Mamas. Ich weiß nicht, weshalb oft Stellen grundsätzlich in Vollzeit ausgeschrieben werden und es gibt daran auch nicht zu rücken. Jobsharing ist hier die Lösung und proaktives Vorgehen z.B. über Tandemploy.

Viele Gründe, die ich gerade angesprochen habe, sind Vermutungen. Vielleicht könnt ihr mir noch weitere Gründe schreiben.
Dies ändert aber nichts daran, wenn Mamas sich unter Wert verkaufen. Ich weiß nur, auf Dauer wird frau damit nicht glücklich und nach Jahren wieder in den alten Job zurückzukommen, wo frau dazwischen rumgejobbt hat, ist sehr schwer.

Also mein Tipp für alle Mamas: Verkauft euch nicht unter Wert! Macht euch klar, was ihr könnt und auch welche Erfahrungen ihr mit Hilfe eurer Kinder gemacht habt. Steht zu eurem Lebensmodell und dann wartet ihr eben etwas länger auf den passenden Job. Aber nehmt nicht den erstbesten an – der richtige kommt! Ohne Kinder würdet ihr das auch nicht machen, oder?

 

Bild: pixabay

 

14 Dez

Sie haben 3 Kinder? Hätte ich das gewusst…

…dann hätte ich sie nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen.

Aber nun mal von vorne:

Wie ihr bestimmt mitbekommen habt, coache ich seit Mitte des Jahres Mamas in den Job. Bei so mancher sind es ein paar Stellschrauben, die man drehen muss oder es fehlt nur am Mut selbstbewusst eine Mama zu sein. Doch gibt es immer wieder Erlebnisse, die einfach total daneben sind. So auch die Geschichte einer Mutter bei mir im Coaching. Wir nennen sie mal Franzi.

Franzi hat vor ihrer Mutterschaft sehr lange bei einer guten Textileinzelhandelskette gearbeitet, die sehr sehr viel Wert auf Kundenberatung legt. Dementsprechend toll kann sie verkaufen und sie ist stets modisch gekleidet (sollte ich mir mal was davon abschneiden).
Jetzt sucht sie eine Teilzeitstelle im Einzelhandel und hatte, nachdem wir den Lebenslauf und Anschreiben überarbeitet haben, auch schon einige Vorstellungsgespräche. Probegearbeitet hat sich auch bereits, vor über einem Monat, aber bis heute keine Info erhalten ob sie den Job hat oder nicht. Begeistert waren sie dort jedenfalls.
Auch bekam sie auf jede Bewerbung immer eine Eingangsbestätigung, aber Absagen sind oft Fehlanzeige. Die beste Bestätigung war, dass wenn sie nach vier Wochen nichts vom Unternehmen hört, sie es als Absage werten kann.
Und nun zum Abschuss: Ein Vorstellungsgespräch bei einem Textilunternehmen. Sogar flexibel könnte sie sein, da sie nebenan wohnt. Am Telefon war die Bezirksleiterin schon nicht wirklich ein Sympathieträger, also fiel die Vorbereitung auf das Gespräch so gründlich wie noch nie aus.
Zitat der Bezirksleitung: Wie sie haben 3 Kinder? Hätte ich das gewusst, hätte ich sie gar nicht eingeladen. Das müssen sie in den Lebenslauf schreiben. Die Zeit für das Gespräch hätten ich mir sparen können, denn mit 3 Kindern sind sie nicht flexibel. Nicht dass ich keine Kinder mag…

Verrückt, aber was man als jobsuchende Mutter aushalten muss, vor allem wenn man im Einzelhandel arbeiten möchte. Sie macht den Beruf zudem gerne macht und will folglich auch nicht umschulen. Wir machen einfach weiter. Irgendwann kommt der richtige Arbeitgeber.
Zukünftig sollte so manche Mama auch Frustrationstoleranz als Kompetenz in ihre Bewerbung schreiben!

P.S: Das Bild zeigt den Ausschnitt eines Bewerbungsformular eines Einzelhandelsunternehmens. Im Rahmen der Anmeldung (Pflegeversicherung) macht die Abfrage der Geburtsurkunde Sinn, aber ob das bei Bewerbung sein muss? Die Sozialversicherungsnummer fragen sie auch nicht ab…

 

04 Jul

Ferienbetreuung – damit Mama und Papa sorgenfrei arbeiten können

Es sind nicht mal mehr 4 Wochen und dann stehen die großen Ferien ins Haus. Bis zu sechs Wochen Kinderbetreuung, die organisiert werden müssen.
Um die Auswahl ein bisschen zu erleichtern, habe ich mich schlau gemacht und stelle hier kurz verschiedene Anbieter vor.

Beginnen wir mit Fürth:

Sommerferienbetreuung vom 31.07. – 25.08. im Jugendhaus Hardhöhe
Es werden 6-12 jährige Kinder von 7.30 bis 17.00 Uhr und Freitags bis 15.30 Uhr betreut.
Das besondere daran ist, dass manche Arbeitgeber die Hälfte der Kosten übernehmen.

English Summer Camp Fürth Burgfarrnbach
Kids von der 2. – 7. Klasse lernen vom 31.07 – 08.09. spielerisch Englisch.

Eddy´s Fußball Camps
Kicken in den Ferien, was gibt es schöneres für Kids zwischen 7 und 12 Jahren

 

Und nun zu Nürnberg:

Ferienbetreuung der Stadt Nürnberg
Eine Vielzahl von Möglichkeiten steht den Kindern hier offen. Die Anmeldung hat gerade erst begonnen!

English Summer Camp Nürnberg Nord und Nürnberg Süd
Auch hier geht es für Kids von der 2 bis zur 7. Klasse ums Englischsprechen.

Kletter- oder Sportcamp im Sportcentrum Nürnberg
5 Tage pro Woche Bewegung und Spaß für Kinder von 5 – 13 Jahre.

 

Zu guter Letzt noch Erlangen:

Hier durfte ich selbst mal einen Tag verbringen:
Jugendfarm Erlangen
Für Kinder von 6 bis 12 Jahren wird ein abwechslungsreiches Programm geboten

 

Das war nun eine kleine Auswahl an Möglichkeiten den Kindern trotz Arbeit coole Ferien zu bieten. Aber wie man sieht ist für jeden etwa dabei und falls doch nicht, gibt das Internet noch viel mehr her!

03 Mai

Bewerber /-innen – Tag

Am 23.05.2017 bin ich beim Bewerbertag des MGH Mütterzentrums Fürth in der Gartenstr. 14 als Kooperationspartner.

Zwischen 11.00 und 16.00 Uhr könnt ihr euch über meine Arbeit informieren und unkompliziert, ohne Voranmeldung in meine Datenbank aufnehmen lassen. (Zur Info: bisher konnten daraus schon zwei Mütter glücklich in neue Jobs vermittelt werden!)

Solltet ihr Fragen hierzu haben, schickt mir einfach eine Nachricht.

Ich freue mich auf euch!

P.S: An diesem Tag könnt ihr euch auch direkt beim MGH Mütterzentrum als Betreuer/-innen, Notmütter oder Haushaltshilfen (m/w) bewerben.

31 Dez

Vereinbarkeit bedeutet für mich…

  • flexible Arbeitszeiten
  • selbstverantwortliche Termin- und Zeitplanung
  • Geben und Nehmen im Team
  • auch mal Nein sagen zu können
  • trotz Teilzeit Karrierechancen (das Kind ist schließlich nicht immer klein)
  • pünktlich das Kind aus der KiTa abholen können
  • Möglichkeit auf Homeoffice
  • mich nicht verbiegen müssen
  • Spaß an der Arbeit haben

…und bestimmt mit wachsenden Herausforderungen noch mehr.

So manche(r) würde nun auch bestimmt weitere Punkte anführen können. Ich habe mir dazu ebenfalls viele Gedanken dazu gemacht. Hätte man mich vor einem Jahr gefragt, was Vereinbarkeit bedeutet, wäre die Liste wesentlich länger ausgefallen. Zu dieser Zeit war ich mit dem Papa des kleinen Mannes noch mehr oder weniger zusammen und Vereinbarkeit war ständige Diskussion, wer auf was verzichtet bzw. andauerndes Gefrage meinerseits, ob ich nicht diesen oder jenen Termin außer der Reihe annehmen könnte. Da wirkt das Thema Vereinbarkeit tief in die Beziehung hinein.
Ich ziehe hier vor allen Eltern den Hut, wenn beide arbeiten und sie sich alles teilen und ich meine hier auch alles. Also kein Pseudo-Geteile wo Frau Teilzeit arbeitet und so gesehen trotzdem eine klassische Rollenverteilung herrscht.

Ich bin heute froh, dass ich nur diese kleine Liste habe, ohne Beziehungsgedöns. Es war sehr schwer sich damit abzufinden und ein langer Weg für mich zu akzeptieren, dass ich mich alleine um den kleinen Mann und mich kümmern muss. Wenn man das jedoch mal erkannt hat ergibt sich so manch neue Perspektive…

Vereinbarkeit ist somit auch „Einstellung“.